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Franziska Greß in Tansania

Franziska Greß aus Gänheim bei Arnstein arbeitet ein Jahr lang in einem Kinderheim in Tansania.
Für daily X schreibt die 19-Jährige regelmäßig darüber.

Habari gani? (Was gibt es Neues?) Bei mir jede Menge. Nach einem zwölf Stunden Flug habe ich endlich mein Ziel erreicht: Tabora in Tansania. Genauer gesagt: das Children's Home in Ipuli.

Das Heim wurde 2002 gegründet. Hier finden Jungen aus zerrütteten Familien, Waisen und Straßenkindern ein neues Zuhause. Hier werden sie mit Essen, Kleidung und Medikamenten versorgt. Und sie können die Grundschule besuchen. Mein neues Zuhause teile ich derzeit mit 34 Jungs im Alter von sieben bis 16 Jahren. Für mich ist alles noch sehr ungewohnt, zugleich aber auch wahnsinnig spannend. In jedem der Jungen steckt ein anderer Charakter, den es zu entdecken gilt. Doch soweit ich das nach wenigen Tagen beurteilen kann, sind alle auf ihre Art sehr liebenswürdig.

Nur die Verständigung ist noch etwas holprig, da ich noch an meinen Swahili-Kenntnissen arbeiten muss und die Kinder nur teilweise Englisch verstehen. Das Einleben fällt mir noch etwas schwer, da ich - soweit es die Kinder zulassen - oft an Deutschland, meine Familie und Freunde, denken muss und mich dann noch manchmal das Heimweh plagt. Aber ganz nach dem Sprichwort "Die Deutschen haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit", werde ich mich dieser neuen Lebensart anpassen und mir die Zeit nehmen, hier mein neues Zuhause zu finden. FRANZI