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Franziska Greß in Tansania

Franziska Greß aus Gänheim bei Arnstein arbeitet ein Jahr lang in einem Kinderheim in Tansania.
Für daily X schreibt die 19-Jährige regelmäßig darüber.

Es ist viel passiert die letzten Wochen. Fast eine Woche hatten wir keinen Strom. Auch die Wasserpumpen funktionierten nicht. Das hieß eimerweise Wasser aus dem Brunnen schöpfen und nach Hause transportieren. Für uns nicht das größte Problem, wir haben ein Auto für den Transport. Viele Menschen jedoch mussten kilometerweit laufen, um einen Eimer Wasser yu ergattern. Mir wurde bewusst, wie kostbar Wasser doch ist. Mit Keryenlicht und Taschenlampe ging die Woche vorüber.

Weiter ging es bei mir mit Malaria. Allerdings nur Stufe 2 - und so war diese auch in vier Tagen überstanden. Danach folgte endlich ein schönes Erlebnis: Unsere Köchin Salome gebar ihr fünftes Kind, Josephina. Wusstet ihr, dass afrikanische Kinder die ersten Tage nach der Geburt weiß sind? Erst nach etwa drei Monaten prägt sich die Hautfarbe komplett aus.

Dann stand mein 20. Geburtstag vor der Tür. Die meisten Menschen hier, auch die Jungs im Heim, kennen gar nicht ihr genaues Geburtsdatum, Geburtstage werden mehr oder weniger ausgelassen. Die Jungs malten viele Bilder - ihre Art und Weise, Glückwünsche auszudrucken. Eine Umarmung, ein Händedruck oder ein "Alles Gute" ist hier sehr üblich. Ein unkomplizierter Geburtstag eben. Ich habe diese Einfachheit genossen - denn werden bei uns Geburtstage nicht ein bisschen überbewertet? FRANZI