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Franziska Greß in Tansania
Franziska Greß aus Gänheim bei Arnstein arbeitet ein Jahr lang in einem Kinderheim in Tansania.
Für daily X schreibt die 19-Jährige regelmäßig darüber.
Über alles was du siehst, denke nach. Eine Sache geht mir gerade nicht mehr aus dem Kopf. Ich war am Nachmittag in der Stadt, als mir auf einmal sehr viele Menschen entgegenkamen. Wie sich schnell herausstellte, verfolgten sie zwei Diebe, die in einem Laden Telefone geklaut hatten.
In Afrika ist es üblich, das Schicksal solcher Straftäter in der Hand des Volkes zu lassen. Die Polizei wird nur selten eingeschaltet. So war es auch bei diesen beiden Männern. Die Menschen bewerfen sie mit Steinen - solange bis sie tot zu Boden fielen.
Für mich war es wie ein Schlag ins Gesicht. Ich hätte nie damit gerechnet, dass Diebstahl dermaßen hart bestraft wird. Der Anblick war Abschreckung genug. Trotzdem gibt es immer noch sehr viele Diebe hier. Denn viele Menschen in Tansania sind sehr arm. Auf uns wirkt diese Justiz wahnsinnig brutal. Doch wenn die Diebe nicht getötet werden, haben sie ebenfalls keine Scheu, für Geld oder Essen zu töten. Einen Tag nach diesem Vorfall hörte ich von einem anderen Diebstahl bei dem zwei von sechs Dieben gefasst wurden. Sie wurden enthauptet und verbrannt. Soviel zum Thema Justiz. FRANZI
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